Smoker - So nutzt Du sie richtig

Ein Smoker ermöglicht dir, Fleisch, Fisch und Gemüse besonders schonend zuzubereiten und somit besonders zarte, saftige und schmackhafte Ergebnisse zu erzielen. Charakteristisch für den Smoker ist das typische Raucharoma, welches den Lebensmitteln eine zusätzliche Geschmacksnote verleiht. Im Folgenden erfährst du, was du bei der Zubereitung beachten musst, um besonders köstliche Ergebnisse zu erzielen.

Was ist ein Smoker?

In einem Smoker wird das Grillgut über mehrere Stunden in heißem Rauch bei schonenden Temperaturen gegart. Auf diese Weise bleiben die Lebensmittel saftig und erhalten einen würzigen, aromatischen Räuchergeschmack. Zudem kann der Smoker zum Kalt- und Heißräuchern sowie zum klassischen oder indirekten Grillen verwendet werden.

In der Regel besteht ein Smoker aus drei Teilen: einer Brennkammer oder Feuerbox für Kohle und Holz, einem Garraum für das Grillgut sowie einem Schornstein, durch den der Rauch, der durch die Feuerbox und die Garkammer zieht, austreten kann.

Die richtige Verwendung des Smokers

Vor der ersten Verwendung deines Smokers solltest du dich genau informieren, wie du diesen richtig verwendest. Bevor du die ersten Steaks zubereiten kannst, musst du den Smoker erst einmal einbrennen. Wir verraten dir, was du dabei beachten musst und wie dir im Anschluss besonders köstliche Grillmahlzeiten gelingen.

Einbrennen des Smokers

Das Einbrennen des Smokers ist wichtig, um dessen Beschichtung zu schützen und eventuelle Produktionsreste zu verbrennen. Smoker werden aus offenporigem Stahl hergestellt, welcher anschließend mit einem besonderen Lack beschichtet wird. Das langsame Einbrennen führt dazu, dass Stahl und Lack sich optimal miteinander verbinden können und eine Schutzschicht entsteht. Wird der Smoker bei der ersten Verwendung direkt unter zu hohen Temperaturen verwendet, kann eine Beschädigung der Lackierung die Folge sein. Das Einbrennen dauert zwar ungefähr vier Stunden, ist aber leicht und unkompliziert.

Um deinen Smoker richtig einzubrennen, solltest du zuerst alle Feuerroste aus dem Innenraum entfernen. Anschließend solltest du den gesamten Boden mit Holzkohle bedecken und auf eine Temperatur von 120 Grad Celsius bringen. Falls du keine Holzkohle hast, kannst du stattdessen auch Scheitholz wie Buche, Esche oder Eiche verwenden, welches aber eine genauere Überwachung der Temperatur erfordert.

Du solltest darauf achten, dass die Temperatur während des gesamten Vorgangs nicht über 140 Grad Celsius steigt. Die meisten Smoker verfügen über integrierte Thermometer, die dir die Überwachung der Temperatur immens erleichtern. Falls es im Smoker zu heiß werden sollte, kannst du die Temperatur ganz einfach reduzieren, indem du den Deckel für eine Weile öffnest.

Nach etwa zwei Stunden solltest du den Smoker auskühlen lassen und anschließend den gesamten Grill mit hitzebeständigem Pflanzenöl wie beispielsweise Raps- oder Sonnenblumenöl einstreichen. Dies gelingt am besten mit der Hilfe eines Tuchs oder Pinsels. Nun sollte der Smoker noch einmal für ein bis zwei Stunden auf eine Temperatur von 120 Grad Celsius angeheizt werden. Sobald der Grill wieder abgekühlt ist, kannst du den Grillrost erneut einölen und mit dem eigentlichen Grillen loslegen.

Die richtige Zubereitung von Speisen im Smoker

Nachdem du deinen Smoker eingebrannt hast, beginnt der eigentliche Grillspaß. Die Zubereitung von köstlichen, saftigen Steaks und anderen Speisen gelingt im Smoker kinderleicht - vorausgesetzt, du beachtest dabei einige Punkte.

Schritt 1: Das Anfeuern des Smokers

Um die richtige Hitze im Smoker zu erreichen, kannst du auf verschiedene Brennstoffe zurückgreifen. Traditionell erfolgt das Anheizen mit Holz oder Kohle, aber auch Briketts lassen sich hierzu verwenden.

Zum Anfeuern mit Holz solltest du einige Grillanzünder auf den Feuerrost in der Feuerbox legen und anschließend etwa sechs bis acht dünne, trockene Holzscheite mit einem Durchmesser von fünf bis sechs Zentimetern über den Anzündern anordnen. Gut geeignet sind beispielsweise Buchen- oder Eichenholz, aber auch einige andere Holzarten können verwendet werden. Jede Holzsorte sorgt für einen ganz besonderen charakteristischen Geschmack.

Anschließend sollten die Grillanzünder mit einem langen Streichholz, Feuerzeug oder Gasbrenner angezündet werden. Während des gesamten Vorgangs des Anfeuerns muss der Deckel der Feuerbox geöffnet bleiben. In der Regel entsteht bereits nach etwa einer halben Minute ein relativ großes Feuer und nach etwa fünf bis sieben Minuten bildet sich die erste Glut. Nun solltest du noch einige dickere Holzscheite in das Feuer legen, damit dieses länger durchhält. Nach etwa zehn Minuten kannst du den Deckel der Feuerbox schließen. Achte dabei darauf, dass die Lüftungskappen geöffnet sind, damit eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet ist.

Das Anfeuern des Smokers mit Kohle erfolgt wie bei einem gewöhnlichen Grill. Hierbei empfiehlt sich die Verwendung eines Anzündkamins, welcher gewährleistet, dass die Kohle innerhalb kurzer Zeit gleichmäßig durchglühen kann. Um den Smoker anzufeuern, solltest du den Grillanzünder auf den Rost legen und diesen entzünden. Anschließend kannst du den mit Kohle oder Briketts gefüllten Anzündkamin unter dem Rost platzieren. Sobald die Kohle gleichmäßig glüht, was nach etwa 15 Minuten der Fall ist, kannst du den Inhalt des Anzündkamins in die Feuerbox schütten. Gehe dabei vorsichtig vor und verwende feuerfeste Handschuhe, um keine Verbrennungen zu riskieren. Wenn du einen Rauchgeschmack erreichen willst, solltest du während des Smokens Holzchips auf die Kohle legen. Vorher solltest du die Chips für etwa zehn Minuten in Wasser legen, damit sie nicht ohne Rauchentwicklung verbrennen.

Schritt 2: Die richtige Temperatur

Während des Smokens sollte die Temperatur im Inneren möglichst konstant zwischen 110 und 130 Grad Celsius gehalten werden. Die ideale Temperatur weicht von Gericht zu Gericht ab und wird in einigen Rezepten angegeben. Bevor du das Fleisch auflegst, solltest du dich vergewissern, dass der Smoker eine stabile, konstante Temperatur erreicht hat. Durch die Regulierklappen am Smoker kannst du die Temperatur steuern und dafür sorgen, dass diese nicht zu stark schwankt. Sobald du die richtige Temperatur erreicht hast, kannst du mit der Zubereitung deiner Speisen beginnen. Während des Garens sollte der Deckel der Garkammer nach Möglichkeit geschlossen bleiben, da das Grillgut unter zu starken Temperaturschwankungen leidet.

Schritt 3: Die Zubereitung von Fleisch, Fisch und Gemüse

Bevor du mit dem Garen beginnst, solltest du dich über die optimalen Garzeiten der jeweiligen Lebensmittel informieren, denn diese können sich stark voneinander unterscheiden. Die Garzeit hängt in erster Linie von der Art und der Dicke des Fleischs ab - einige besonders große Fleischstücke benötigen sogar Garzeiten von mehreren Stunden. In der Regel benötigen Hähnchen und Fisch deutlich weniger Zeit im Smoker als Rindfleisch. Auch Gemüse wie Paprika, Zucchini, Aubergine, Karotte und Pilze lassen sich im Smoker gut zubereiten und erfordern selbstverständlich deutlich kürzere Garzeiten. Genauere Informationen zur Garzeit bestimmter Lebensmittel und Fleischstücke findest du entsprechenden Kochbüchern sowie in Rezepten im Internet.

Alternative Zubereitungsmethoden im Smoker

Beim Smoken wird das Fleisch bei Temperaturen von etwa 90 bis 130 Grad Celsius von heißem Rauch umströmt und schonend gegart. Doch Smoker bieten noch einige weitere Möglichkeiten für die Zubereitung von Lebensmitteln - darunter das Kalträuchern und Heißräuchern sowie das indirekte und direkte Grillen.

Räuchern mit dem Smoker

Beim Kalträuchern werden Lebensmittel bei niedrigen Temperaturen von 20 bis 26 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit für mehrere Tage bis mehrere Wochen besonders schonend geräuchert. Auf diese Weise kannst du beispielsweise Speck, Schinken oder Fisch räuchern, ohne diese zu garen. Die zubereiteten Lebensmittel sind in der Regel besonders lange haltbar.

Das Heißräuchern ähnelt dem Smoken, mit dem Unterschied, dass die Temperaturen dabei stets unter 100 Grad Celsius bleiben sollten. Die auf diese Weise geräucherten Lebensmittel sind im Unterschied zu kaltgeräucherten Lebensmitteln nur wenige Tage haltbar und sollten deshalb schnell verspeist werden.

Grillen mit dem Smoker

Wenn du den unteren Teil der Garkammer des Smokers mit Holzkohle befüllst, kannst du diese auch als Grillkammer nutzen. Beim direkten Grillen werden Lebensmittel auf einem Rost über der Glut bei hohen Temperaturen von 200 bis 300 Grad Celsius gegrillt. Fleisch, Fisch und Gemüse lassen sich auf diese Weise besonders schnell zubereiten.

Insbesondere für größere Fleischstücke empfiehlt sich jedoch eine schonendere Zubereitung durch indirektes Grillen. Dabei wird das Fleisch bei niedrigeren Temperaturen von 150 bis 160 Grad Celsius neben der Glut im heißen Luftstrom gegart. Dies ermöglicht ein gleichmäßiges Durchgaren und besonders zarte, saftige Grillergebnisse.

Welches Fleisch eignet sich für die Zubereitung im Smoker?

Bevor du mit dem Smoken beginnst, musst du selbstverständlich das geeignete Fleisch besorgen. Damit das Ergebnis ein voller Erfolg wird, solltest du in Plastik verpacktes Fleisch und Fisch aus dem Supermarkt vermeiden. Dieses wird häufig mit einem Gemisch aus Sauerstoff, Stickstoff und Kohlendioxid verpackt, um durch die Folie rosig und frisch zu erscheinen. Nach der Zubereitung entpuppt es sich jedoch nicht selten als geschmacksarm, zäh und trocken.

Empfehlenswert ist daher der Einkauf von frischem Fleisch beim Metzger. Dort erhältst du nicht nur eine bessere Qualität, sondern auch eine gute Beratung. Zudem hast du die Möglichkeit, die Größe und Dicke der Fleischstücke selbst zu bestimmen. Besonders hochwertig ist selbstverständlich Fleisch in Bio-Qualität, welches preislich jedoch etwas höher liegt.

Fazit: Neue Dimensionen des Grillens und Räucherns

Ein Smoker kann weitaus mehr als nur smoken. Neben dem Dampfgaren kannst du den Smoker verwenden, um Lebensmittel schonend zu räuchern oder ein klassisches Barbecue zuzubereiten. Grillspeisen gelingen im Smoker ohne großen Aufwand, vorausgesetzt, du beachtest bei der Zubereitung einige Punkte. Besonders wichtig dabei ist, dass in der Garkammer eine konstante Temperatur herrscht. Mit ein wenig Vorbereitung gelingen dir garantiert Steaks, Spare Ribs, Fischfilets und Gemüsespieße, die deine Familie und Freunde begeistern werden.